Christophs Kindheitstraum
Tja, heute war es dann soweit, wir sind nach Cape Canaveral oder besser gesagt ins Kennedy Space Center gefahren. Zunächst war es nicht so wirklich toll, da das Navi das Besucherzentrum nicht kennen wollte und wir deswegen einen kleineren Umweg gefahren sind. Aber als wir ankamen war dann doch alles gut und wir waren auch nur rund 20 min später da als geplant. Mit den Tickets lief dann alles glatt und so waren wir dann da, wo Weltraumgeschichte geschrieben wurde…

Da wir zwei feste Termine hatten, entschieden wir uns dafür, dass wir uns zunächst einen IMAX Film ansehen. Also haben wir uns 45 min 3D Film über die Arbeit der Astronauten anguckt. Wow, war das beeindruckend, so als ob man wirklich dabei ist, man konnte zwischendurch seine eigenen Hände in die (virtuellen) Handschuhe des Films stecken. In 3D wirkten die Außenaufnahmen der Raumstation noch realistischer und wirklicher. Einfach toll. Man fragt sich, wie man bisher Filme ohne solche Effekte sich ansehen konnte!?!
Anschließend bot sich eine Erklärung einer Spacemission durch einen erfahrenen Astronauten an. Dies war auch recht nett, allerdings wirkte John Blaha etwas gelangweilt. Gut, kann man auch verstehen, wenn man seit einer Woche das gleiche erzählen und wahrscheinlich auch die ewig gleichen Fragen beantworten muss. Andererseits verdient er so sein Geld und die Leute reisen teilweise um die halbe Welt um das zu erleben.
Anschließend haben wir uns noch kurz im Raketengarten umgesehen, weil wir dann “Lunch mit einem Astronauten” hatten. Wir saßen mit 8 Engländern an einem Tisch und es war recht netter Smalltalk, ehe es zum Essenfassen ging. Es gab ein kleines Buffet, was auch recht lecker war und anschließend Kuchen als Nachtisch. Den hätten wir besser sein gelassen, denn er war süßer als süß. Der krasse Gegensatz dazu war der Eistee, der im Gegensatz zu unseren bisherigen Erfahrungen vollkommen ungesüßt war! Gut, der Astronaut war wieder John, der diesesmal auch viel lebendiger erzählte. War schon besser, wenn auch befremdlich, dass er sich wieder nicht verabschiedete… Wir hatten aber auch nicht wirklich Zeit dafür, denn im Anschluss begann unsere “NASA close-up Tour”: Mit dem Bus wird man über die Halbinsel gefahren und kann sich verschiedene Teile, die zu den Shuttle-Missionen gehören ansehen. Selbst wenn man die Zahlen kennt, beeindruckend ist das ganze trotzdem. Wir kamen an den verschiedenen Verwaltungs- und Trainingsgebäuden vorbei und fuhren dann zur “VAH” dem Gebäude mit dem größten Volumen und der größten Tür der Welt. Es dient dazu, die Raketen zusammenzubauen. In den letzten Jahren wurde es genutzt, um die Space-Shuttles an der Trägerrakete zu befestigen. Von da aus wird diese Kombination mit Hilfe eines Trawlers, welcher die irrsinige Höchstgeschwindigkeit von einer Meile pro Stunde hat, und zwar im unbelandenen Zustand. Wenn dieses Raupending die Rakete geschultert hat, schafft er nur noch die Hälfte!
Da nach unserem Abflug ein Shuttlestart geplant ist, steht eines der Shuttles schon auf der Startrampe, aber ist leider größtenteils verdeckt. Auch darf man dan nicht mehr nah dran. Ein wenig doof, aber mit dem Tele meines Fotoapperates kann man doch schon ein wenig rausholen. Mal sehen, wie die Bilder nach dem Zuschneiden aussehen…
Die gesamte Tour war sehr informativ und auch gut verständlich. Selbst Nadine konnte den Ausführungen recht gut folgen und hatte nur Probleme, wenn es um technische Details ging. Die Rundfahrt endete am Saturn-V-Building, welches eine der drei verbliebenen Saturn-V Mondraketen beinhaltet. Hier wurde die Eroberung des Mondes mit Hilfe dieser Rakete beschrieben. Leider hatten wir nicht mehr soo viel Zeit und mussten knappe 1,5 Std. später die Halle wieder verlassen, weil das Besucherzentrum schloss. Aber ich hab viele Fotos gemacht und auch getestet, ob man lesen kann, was auf den Schildern steht. Ja, man kann und so ist es nicht so schlimm, dass ich nicht vor Ort alles lesen konnte. 
Besonders sei hier noch zu erwähnen, dass das Team dort das Startcenter von Apollo 8 nachgebaut hat und man die letzten 3 Min. vor und die ersten 2 Min nach dem Start miterleben konnte. Inkl. Sound- und Wackeleffekte. Sehr beeindruckend.
Morgen fahren wir nochmal hin… Widr sehr cool…
Bis dahin,
Christoph